Mentale Gesundheit - GehirnerschütterungDie Commotio cerebri, wie die Gehirnerschütterung in der Fachsprache heißt, wird von den Sportlern selbst oft bagatellisiert.

„Gerade im Sport werden Gehirnerschütterungen oft nicht ernst genug genommen“, sagt Neurologe Peter Schwenkreis vom Bergmannsheil-Klinikum der Universität Bochum. „Ganz nach dem Motto: Harte Jungs kennen keinen Schmerz.“

Wie es einem mit einer solchen Bagatelle ergehen kann, zeigt der Fall des Eishockey-Profis Stefan Ustorf, der im Jahr 2013 seine Karriere beendete, nachdem er sich in einem Spiel eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte. Er leidet seit dem Unfall unter Licht- und Geräuschüberempfindlichkeit, schläft nachts nur noch fünf Stunden, trotz massiven Schlafmittelkonsums, leidet unter Kopfschmerz- und Schwindelattacken. Ustorf hat während seiner Sportlerlaufbahn nicht nur eine, sondern insgesamt mehr als 20 Gehirnerschütterungen erlitten.

Author: Jörg Zittlau
Quelle: www.welt.de
Mehr lesen: https://www.welt.de/gesundheit/article154693463/Darum-sollten-Sie-keinen-einzigen-Kopfball-spielen.html